PROJEKTE

DIE RESTAURIERUNG EINER FOTOGRAFIE AUF SILBERGELATINEBARYTPAPIER

Die Fotopostkarte aus einer privaten Sammlung hat deutliche Spuren der Benutzung, wie Knicke, Risse, Fehlstellen der Fotoschicht und Verschmutzungen der Oberfläche und Flecken in der Fotoschicht sowie auf der Papierrückseite.

Vorzustand

Die konservatorische Bearbeitung bestand in diesem Fall aus der Reinigung, der Festigung und Hinterlegung der Risse und Knicke sowie der Konsolidierung der aufstehenden und gerissenen Fotoschicht. Der Zustand nach der Konservierung ist auf dem nachfolgenden Bild zu sehen. Nicht sichtbar ist der deutlich gefestigte Papierträger, der nun nicht mehr an den Knickstellen nachgibt und beim Handling „durchhängt“.

Barytabzug nach der Konservierung


Die sich anschließenden restauratorischen Maßnahmen umfassen den Aufbau einer Barytschicht und der Retusche, um ein störungsfreieres Betrachten der Fotografie zu gewährleisten. Nach Abschluss der Bearbeitung bleiben die Spuren der Benutzung weiterhin erhalten, wie die in die Fotoschicht eingedrungenen Flecken und die dunkel verfärbten Risse. Der Gesamteindruck ist jedoch wieder einheitlicher, so dass die Risse und Fehlstellen nun nicht mehr vordergründig wahrgenommen werden. Das Betrachten der Fotografie ist somit erheblich verbessert/vereinfacht, da das Auge nicht mehr an den Defekten/Fehlstellen „hängen“ bleibt.

Barytabzug nach der Restaurierung


KULTURPATE DRESDEN

Seit Januar 2019 bin ich Pate bei den Kulturpaten Dresden für die Animations-Künstlerin Judith Andó und freue mich darauf ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um ihre über 120 Unikate im „Nassen Kollodiumverfahren“ bestens geschützt ausstellen zu können. Vor allem geht es aber um die geeignete Archivierung der teils sehr fragilen Objekte, die nur stehend gelagert können.

DIE REINIGUNG UND UMVERPACKUNG VON FOTOGRAFIEN UM 1900 DER STIFTUNG DEUTSCHES TECHNIKMUSEUM

Der Fokus des Projekts lag in der Trockenreinigung und Neuverpackung der rund 300 Fotografien. Diese befinden sich zumeist auf Kartons oder in originalen Passepartouts. Somit stellte sich neben der Oberflächenrenigung der Fotografien mit besonders geeigneten weichen Tüchern auch die Reinigung der Trägerkartons und der Passepartouts als Aufgabengebiet heraus. Einen deutlichen Reinigungseffekt konnte man vor allem an den sich schnell verfärbenden Tüchern und Reinigungsschwämmen nachvollziehen.

Neben der Dokumentation gab es zusätzlich die verschiedenen fotografischen Verfahren zu identifizieren. Diese reichten von Abzügen auf Albumpapieren über Lichtdrucke bis zu Silbergelatinebarytpapieren.